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Tell me a story: Warum ein schönes Bild nicht (immer) reicht

Ein schönes Bild, ein kurzer Text dazu – gern mit blumigen Worten, vielen Sonderzeichen und noch mehr Emoticons – und fertig ist der Facebook- oder Instagram-Post. Kommt dir das bekannt vor?

Viele, die ihr Herzens-Business noch nicht lange betreiben oder wenig Ahnung von Kommunikation und Storytelling haben, lassen das riesige Potenzial auf ihren Social Media Plattformen ungenutzt. Warum? Weil sie falsch kommunizieren. Und mit „falsch“ meine ich nicht “schlecht“. Es müsste oft nur ein wenig mehr Energie reingesteckt werden. Ein häufiger Fehler beispielsweise, den frische Selbstständige mit wenig Kommunikationserfahrung machen ist, dass sie nur aus ihrer Perspektive denken und kommunizieren. Das, was sie vielleicht total großartig an ihrer Dienstleistung oder ihrem Produkt finden, kann für den Kunden aber absolut uninteressant sein. Und auch mit der Begeisterung ist das so eine Sache. Viele Selbstständige feiern ihren eigenen Job in den Postings so sehr ab und glauben, so auch ihre Kunden anzustecken. Das Problem daran: Die Kunden wollen (und sollen :-P) in der Regel nicht deinen Job machen, sondern bei dir kaufen / deine Dienstleistung in Anspruch nehmen. Deshalb brauchen spannende Postings, die deine Kunden begeistern und anstecken, emotionales Storytelling, dass auf dich und dein Herzensprojekt zugeschnitten ist – und natürlich die richtige Perspektive.

GIVE YOUR VISION your VOICE!

Deine Lisa

So geht richtig gutes Storytelling: Das „Wake Up Light“ von Philips

Heute teile ich mit euch einen meiner Lieblings-Best-Cases in Sachen Storytelling: Das Wake up Light von Philips.

Der Elektronikkonzern stand vor dem Launch einer neuen Produkteinführung – eines innovativen Weckers mit Licht. Er ermöglicht ein sanftes Aufwachen, indem er einen Sonnenaufgang imitiert (btw: Ich habe diesen Wecker und liebe ihn. Snoozen war gestern! Werbung ohne Auftrag). Im Rahmen einer umfangreichen Schlafstudie fand Philips heraus, dass der Sonnenaufgang die ideale Form des Wachwerdens ist und eine Vielzahl an gesundheitlichen Vorteilen für den Menschen und sein Wohlbefinden bringt. Das Unternehmen hatte also einen ganzen Berg an Daten, Fakten und Statistiken, die sie zum Untermauern der Produkt-Benefits verwenden konnten. Und das taten sie auch. Das Ergebnis: Der Verkauf lief schleppend, das Interesse an dem wissenschaftlichem Material und den rationalen Argumenten war sehr überschaubar. Das Produkt wurde zum Flop.


Also entschied sich Philips zu einer zweiten Produkteinführung – dieses Mal aber mit einem anderen Ansatz; mit Storytelling. Die Geschichte „The Arctic Experiment“ erzählt von den Bewohnern von Longyearbyen, der nördlichsten Stadt der Welt oberhalb des Polarkreises auf Spitzbergen. Der Ort liegt so weit nördlich, dass die Sonne im Winter eine lange Zeit nicht über den Horizont hinauskommt – um genau zu sein fast drei Monate! Die Welt dort oben ist unwirklich, der normale Tages- und Nachtrhythmus der Bewohner ist gestört und die Sonne fällt als Orientierungspunkt komplett aus. Videos – veröffentlich auf YouTube – erzählen von diesen skurrilen Monaten und was es mit den Menschen macht. Die Videos zeigen aber auch das Experiment, das Philips gemeinsam mit den Bewohner von Longyearbyen durchgeführt hat: Sie bekamen das Wake Up Licht zum Testen. Philips erzählt, wie der Leuchtwecker den Menschen hilft, die viermonatige Polarnacht zu überstehen. Dieser Ansatz ein und desselben Produktes weckte das Interesse der Presse – und ließ den Umsatz des Geräts um 20 Prozent steigen. Was ist der Unterschied zum ersten Ansatz? Bei der zweiten Produkteinführung mithilfe von Storytelling stehen die Menschen und ihr Leben, ihre Herausforderungen, am 79. Breitengrad im Fokus. Hier geht es um Helden, nicht um trockene Zahlen, Fakten und Informationen.

Ich hoffe ich konnte dich mit diesem Pots inspirieren.

GIVE YOUR VISION your VOICE!
Deine Lisa

2 Dinge, die du in der Kommunikation mit deinen Kunden beachten solltest

1. Der Wechsel von der klassischen Sender-Empfänger-Kommunikation zum Dialog-Modell hat die Zuständigkeiten aufgeweicht: Die Rolle des Senders ist nicht mehr einer exklusiven Expertengruppe (Unternehmen, Journalisten) vorbehalten. Jeder kann heute (semi-)professionell Inhalte teilen.


2. Zu der Vielzahl an Kommunikatoren kommt ein Strom an Kommunikationskanälen und -plattformen. Instagram, Facebook, Flyer, Newsletter… auf jeden von uns prasseln tagtäglich über alle möglichen Kanäle eine Vielzahl an Informationen ein. Nicht selten werden Blocker und Filter verwendet, um sich vor der Flut an Botschaften zu schützen. •
Wie kannst du dich und deine Botschaften von der Masse abheben? Nicht, indem du deine Kunden mit deinen Botschaften bombardierst. Die Kunst ist es, ihnen Informationen bereitzustellen, die sie freiwillig konsumieren – weil die Inhalte relevant für sie sind. Mithilfe von Storytelling und dem sogenannten Pull-Ansatz (im Gegensatz zum Push-Ansatz).