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Wann zielgruppenspezifische Kommunikation wirklich sinnvoll ist

Ohne Frage, es ist es super wichtig, dass du weißt, mit wem du deine Botschaften teilen möchtest. Du solltest eine Vorstellung oder sogar ein sehr genaues Verständnis von deiner Zielgruppe haben – also von den Menschen, die du für deine Idee begeistern möchtest und die langfristig deine Kunden werden sollen. Das kannst du mit fundierten, aber auch aufwendigen (und teuren) Marktforschungsstudien herausfinden und dir so eine spezifische Persona kreieren. Es gibt aber auch einfachere Wege wie Umfragen oder die Resonanz auf Postings und Blogbeiträge.


Fakt ist: Im Visiontelling funktionieren die Gehirne von uns Menschen – von Politikern, Supermarktverkäuferinnen, Hochschulabsolventen – alle gleich. Der Grad der Bildung oder Expertise in einem bestimmten Gebiet spielt bei der Annahme oder Ablehnung von Informationen und Botschaften in Form von Stories erst einmal keine Rolle. Dazu kannst du super gern noch mal meinen letzten Post zum Thema „Keep it simple“ lesen, wann es eine Information in unser Gehirn schafft und wann nicht. Unserem Gehirn geht es nicht um Perfektion. Nicht jedes Detail einer Botschaft oder einer Story muss 120%ig korrekt sein. Ausschlaggebend ist eine ausreichende Wahrscheinlichkeit. Es macht hier sogar Sinn, die Story nicht zu engmaschig zu stricken, um der Fantasie Raum zu lassen. Wir halten fest: Eine einzige Geschichte kann für ein gemischtes Publikum funktionieren und ist sogar die optimalere Lösung – wenn sie sich auf die Superzutat „Einfachheit“ beruft und an Mustervorlagen im Gehirn anknüpft, also an bereits bekannte Inhalte, Formen und Themen bzw. Metaphern (bsp. „David gegen Goliath“).

Was wirklich ganz unterschiedlich bei uns Menschen ist, ist unser Sprachverständnis – die Worte, Begriffe und die Grammatik, die wir verstehen und zu denen wir Assoziationen haben. Im besten Fall ist es eine Sprache, die bei uns positive Emotionen, Vertrauen und ein starkes Gefühl der Verbundenheit mit dem Absender hervorruft. Es macht also Sinn, deine „One Story“ zu deiner Vision sprachlich für deine unterschiedlichen Zielgruppen anzupassen.

Ich hoffe ich konnte dich mit dem heutigen Post inspirieren. GIVE YOUR VISION your VOICE!

Deine Lisa

Was emotionsgeladende Botschaften im menschlichen Gehirn bewirken

Kennst du das? Du hast viel Zeit und Geld in das Design deiner Website und deines Logos investierst aber irgendwie bleibt der große Bähm! aus… Das könnte an deinem Fokus liegen. Denn Marken, Business-Ideen und Herzensprojekte sind so viel mehr als nur ein Logo oder eine Website. Sie sind, im Idealfall, alle Eindrücke und vor allem Emotionen, die du aussendest und die bei den Empfängern ankommen. Ein großartiger Test, um herauszufinden, ob deine Zielgruppe deine Botschaften wirklich verstanden und verinnerlicht hat, ist, wenn sie deine Inhalte auch ohne dein Logo mit dir oder deinem Herzensbusiness verbinden.

Damit deine Botschaften die Menschen auch wirklich erreichen und etwas in der Welt verändern, muss deine Zielgruppe also eine emotionale Assoziation aufbauen. Du kennst es sicher: Hochemotionale Marken wie Apple bewirken eine enorm starke Bindung bei ihren Kunden. Trotzdem wird immer noch diskutiert, ob die Handlung von bestimmten Zielgruppen (beispielsweise im B2B-Bereich) rational statt emotional ist. Das liegt vor allem daran, dass Emotionen lange Zeit als Störung der Vernunft galten. Dank der Arbeit einiger Neurobiologen wie Antonio Demasio und Joseph LeDoux Mitte der 90er ist aber heute eindeutig bewiesen, dass Entscheidungen ohne Emotionen gar nicht möglich sind.

Warum ist das so? Emotionen entstehen im limbischen System – noch bevor das Großhirn davon weiß. Wenn eine emotionsgeladende Botschaft ausgesendet wird, löst sie starke Gefühle im Bereich des limbischen Systems, vor allem in der Amygdala aus. Die Amygdala steuert unsere Emotionen, Lust und den Wunsch nach Belohnung. Ein Verlangen entsteht, sobald unser Belohnungssystem aktiv wird. Emotionen sind also auch bei rationalen Entscheidungen eine ganz wichtige Komponente.

In der Kommunikation für dein Lieblingsprojekt reicht die Kommunikation der Produktfeatures oder deiner Leistung längst nicht mehr aus. Im Gegenteil: Mach es dir zum Ziel, mit Sprache, konsistenten Geschichten und Botschaften deine emotionale Erlebniswelt zu erschaffen und lade die Welt dazu ein.

Ich hoffe ich konnte dich mit diesem Post inspirieren!

GIVE YOUR VISION your VOICE!

Deine Lisa