So geht richtig gutes Storytelling: Das „Wake Up Light“ von Philips

Heute teile ich mit euch einen meiner Lieblings-Best-Cases in Sachen Storytelling: Das Wake up Light von Philips.

Der Elektronikkonzern stand vor dem Launch einer neuen Produkteinführung – eines innovativen Weckers mit Licht. Er ermöglicht ein sanftes Aufwachen, indem er einen Sonnenaufgang imitiert (btw: Ich habe diesen Wecker und liebe ihn. Snoozen war gestern! Werbung ohne Auftrag). Im Rahmen einer umfangreichen Schlafstudie fand Philips heraus, dass der Sonnenaufgang die ideale Form des Wachwerdens ist und eine Vielzahl an gesundheitlichen Vorteilen für den Menschen und sein Wohlbefinden bringt. Das Unternehmen hatte also einen ganzen Berg an Daten, Fakten und Statistiken, die sie zum Untermauern der Produkt-Benefits verwenden konnten. Und das taten sie auch. Das Ergebnis: Der Verkauf lief schleppend, das Interesse an dem wissenschaftlichem Material und den rationalen Argumenten war sehr überschaubar. Das Produkt wurde zum Flop.


Also entschied sich Philips zu einer zweiten Produkteinführung – dieses Mal aber mit einem anderen Ansatz; mit Storytelling. Die Geschichte „The Arctic Experiment“ erzählt von den Bewohnern von Longyearbyen, der nördlichsten Stadt der Welt oberhalb des Polarkreises auf Spitzbergen. Der Ort liegt so weit nördlich, dass die Sonne im Winter eine lange Zeit nicht über den Horizont hinauskommt – um genau zu sein fast drei Monate! Die Welt dort oben ist unwirklich, der normale Tages- und Nachtrhythmus der Bewohner ist gestört und die Sonne fällt als Orientierungspunkt komplett aus. Videos – veröffentlich auf YouTube – erzählen von diesen skurrilen Monaten und was es mit den Menschen macht. Die Videos zeigen aber auch das Experiment, das Philips gemeinsam mit den Bewohner von Longyearbyen durchgeführt hat: Sie bekamen das Wake Up Licht zum Testen. Philips erzählt, wie der Leuchtwecker den Menschen hilft, die viermonatige Polarnacht zu überstehen. Dieser Ansatz ein und desselben Produktes weckte das Interesse der Presse – und ließ den Umsatz des Geräts um 20 Prozent steigen. Was ist der Unterschied zum ersten Ansatz? Bei der zweiten Produkteinführung mithilfe von Storytelling stehen die Menschen und ihr Leben, ihre Herausforderungen, am 79. Breitengrad im Fokus. Hier geht es um Helden, nicht um trockene Zahlen, Fakten und Informationen.

Ich hoffe ich konnte dich mit diesem Pots inspirieren.

GIVE YOUR VISION your VOICE!
Deine Lisa

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