Warum deine Business Stories schon längst da sind und du sie nur noch erzählen musst!

Storytelling ist das älteste Knowledge-Sharing-System der Menschheitsgeschichte. Die Praxis, Geschichten zu erzählen, ist fest in unserer Kultur verankert und war vor dem Fernsehen die primäre Form der Unterhaltung. Die erfolgreichsten Politiker und kompetentesten Journalisten beherrschen das Storytelling perfekt. Das Erzählen von Fakten und Botschaften in emotionalisierter Form ist nach wie vor eine der effektivsten Möglichkeiten, Menschen zu erreichen und sie mit der eignen Botschaft zu bewegen. Es geht darum, Wissen zu teilen. Damit bietet Storytelling einen ganz entscheidenden Vorteil: Es hat kein Ablaufdatum wie es bsp. zeitgebundene News haben. Das sind ja schon mal gute Nachrichten ;-). Und der zweite Vorteil: Viele der Geschichten existieren bereits – du musst sie nur ausgraben und zum Leben erwecken. Der folgende Blog-Artikel gibt dir Inspirationen, wo du nach den Stories für dein Business suchen musst.

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Photo by Alex Holyoake

Falls du recht frisch in das Thema Storytelling eingestiegen bist, hier noch mal kurz für dich zusammengefasst, warum emotionale Kommunikation und deine individuelle Story so wichtig sind. Storytelling ist ein wahnsinnig gutes Tool, um deine Zuhörer zu überzeugen. Eine gute Geschichte wirkt emotional, also intuitiv. Und das steht im Gegensatz zum rationalen Verstand, der kontrolliert und überprüft. Sobald wir uns auf Geschichten einlassen, blenden wir unsere linke Gehirnhälfte, die für Daten und Fakten und auch für Skepsis verantwortlich ist, zugunsten der Emotionen aus (dafür unbedingt den großartigen TED Talk von Uri Hasson „This is your brain on communication“ ansehen). Du siehst also, „emotional“ heißt nicht, dass du in blumiger Sprache und mit roten Herzchen kommunizierst. Es bedeutet, deine Zielgruppe zu berühren – und das ist von Business zu Business ganz unterschiedlich (bsp. B2B vs. B2C). Es bedeutet auch nicht, zusammenhangslose Geschichten zu erzählen, die dir gerade eben eingefallen sind. Es gibt einen Fahrplan, der jeder guten emotionalen Kommunikation zugrunde liegen sollte, um sich Storytelling nennen zu dürfen:

  1. Es muss ein Grund geben, warum du über dein Thema sprichst oder dein Business gegründet hast. Und der muss gar nicht so abgefahren sein. Merke dir: Grundbedürfnisse sind der Ausgangspunkt für richtig gute Geschichten. Es kann also aus einem simplen „Man könnte doch…“ oder „Man müsste doch…“ entstanden sein – das reicht. Der Grund kann noch so klein und nichtig sein, aber es ist der wichtigste Faktor auf dieser Liste (die Wichtigkeit des eigenen Warums geht Simon Sinek in seinem berühmten Ted Talk „How great leaders inspire action“ auf grandiose Weise nach)
  2. Fokussiere dich auf eine Figur/einen Hauptdarsteller anstatt auf eine große Gruppe. So fällt dem Zuschauer eine Identifikation leichter.
  3. Sprich über einen Konflikt oder eine Herausforderung, die du auf deinem Weg meistern musstest. Das Leben läuft selten rund und das darfst du auch teilen! Niemand liest ein Buch oder geht in einen Kinofilm, in dem von der ersten Sekunde an Lösungen präsentiert werden. Lass deine Zielgruppe eintauchen und berührt werden.
  4. Wecke Emotionen! Keiner liest oder hört gerne die Aneinanderreihung von Fakten oder Daten. (Diesen Punkt habe ich oben bereits erläutert und ist deshalb nicht weniger wichtig.)
  5. Kreiere eine Story, die gerne und leicht geteilt wird. Das heißt, deine Geschichte oder Geschichten sollten kurz, prägnant und einfach zu verstehen sein. Im besten Fall hast du entsprechendes Wording oder Material (bsp. Videoclip) bereits vorbereitet, das mit einem Klick geteilt werden kann.

Wo aber finde ich jetzt die Geschichten für mein Business?

Die Antwort ist einfach: Zu 90% in deinem Business selbst. Die Gründungsgeschichte

Anmerkung 2020-01-27 114418

Bertha Benz

eignet sich beispielsweise hervorragend, um ordentlich und vor allem spannendes Storytelling zu betreiben (siehe Mercedes und „Bertha Benz: The journey that changed everything“). Gerade in der heutigen Zeit ist eine nostalgische Rückschau attraktiver denn je und die Langlebigkeit einer Marke weckt schnell Vertrauen und Sympathie. Vielleicht steckt sogar noch eine Familiengeschichte dahinter – Jackpot! Ist das nicht der Fall, was auf alle Start-Ups und Neugründungen zutrifft, brauchst du aber nicht den Kopf in den Sand zu stecken. BMW zeigt, wie gutes Sorytelling auch ohne traditionsreiche Gründungsgeschichte funktionieren kann: Sie legen den Fokus auf ihre Mission und große Vision.

Neben der Herkunftsgeschichte, die reichlich Stoff für deine Business Story liefern kann, gibt es noch weitere Felder, in denen du nach deinen Geschichten suchen kannst und die deine Individualität unterstreichen:

  • Background Stories: Einblicke hinter die Kulissen deines Business, Präsentation deines individuellen USP’s
  • Identity Stories: Teilen deiner Unternehmenswerte und-philosophie
  • Benefit Stories: Resultate, die du dank deiner Arbeit bei anderen bewirkst – Stichwort: „Kunden Erfolgsgeschichte“
  • Insight Stories: Hier kannst du dich Selbstverständlichkeiten aus deiner Branche bedienen und diese näher beleuchten, Stichwort: Fundamentale Wahrheiten)
  • Zeitgeist Stories: Themen behandeln, die aktuell relevant sind und einen Bezug zu dir/deinem Business haben

Halte bei deiner Story-Recherche die Augen auf nach starken Typen/Charakterdarstellern, aussagekräftigen Bildern und überzeugenden Ergebnissen, die dank dir oder deiner Dienstleistung erzielt wurden.

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Ich wünsche dir viel Spaß beim Geschichtenfinden! Wenn du weitere Inspirationen brauchst, schau dich gern im Blog um. Für eine Einschätzung zu deiner Business Story und/oder das Kreieren deiner individuelle Story, kontaktiere mich gern oder check direkt mein Angebot für dich.

Become unique with your story!

Deine Lisa von story lovers

 

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